Meine Projektor-Geschichten 

spiegeln die Herausforderungen des Lebens und den Widerstand wieder, der entsteht, wenn wir unbewusst durchs Leben gehen.

 Durch Kunst und Worte zeige ich, wie das Anwenden des Wissens aus meinen Studien mein Leben bereichert hat –  vielleicht erkennst du dich ja darin wieder und über sich selber lachen, ist sehr gesund..

 Projektor Geschichten

Beginnen wir ganz am Anfang meines Lebens als Projektor,
diesem Gefühl, anders zu sein, nicht ganz zu dieser Welt zu gehören. 
Als Kind dachte ich, dass andere eine Gebrauchsanweisung erhalten hatten, die mir nie gegeben worden war. Sie bewegten sich mit Leichtigkeit, sprachen in Codes, die ich nie ganz lernen konnte. Ich ahmte nach, ich beobachtete, aber es blieb immer im Außen.  Die Leute nannten mich zu ruhig, zu sensibel, zu intensiv. Zuerst war ich verletzt, aber mit der Zeit wurde mir klar: Diese Worte waren der Beweis. Ich war anders beschaffen. Ich war zwar hier, aber nicht wie sie.


Im Exil auf der Erde


Ich wache in einem Holzsarg auf, schweißgebadet. Sieben Tage lang in dieser Kiste gefangen – die Wissenschaft nennt es Forschung, ich nenne es Folter. 

Ich schlucke Vitamine, werfe den Umhang über, und das Ritual beginnt. Das Rascheln von Kleidung, knarrendes Holz, jemand kniet vor der vergitterten Luke. 

„Sprich, Kind Gottes“, flüstere ich. 

Dann das Schluchzen: Ehebruch, Diebstahl, Lügen, Mord, verbotene Gelüste. Immer dasselbe. Wären Sünden eine Währung, wären diese Menschen reich. Mein Rekorder löscht Duplikate, aber das spielt kaum eine Rolle – die Menschheit steckt in einer Endlosschleife fest. Das ist keine Forschung. Das ist das Mittelalter, lebendig und ungebrochen. 

Meine Mission: drei Tage in einem Beichtstuhl, um zu beurteilen, ob der Evolutionsplan der Erde funktioniert. 
Nach Jahren der Beobachtung von meinem Planeten aus erwartete ich Erkenntnisse. Stattdessen bin ich in der Misere gefangen. 

Das Ergebnis: Intellekt und Herz sind voneinander getrennt, Moralvorstellungen aus dem zwölften Jahrhundert in moderner Verkleidung. Ethik: keine. Fortschritt: zum Stillstand gekommen. 

Die Nacht bricht herein. Die Kirche leert sich. Ich habe genug.

„Mayday, Mayday“, sende ich. 

„Hey Siri, was ist los?“, ertönt Brocks lachende Stimme. 

Oh, wie sehr habe ich diesen Klang vermisst. Auf meinem Planeten ist Humor heilig, doch hier auf der Erde ist das Leben meistens eine todernste Angelegenheit.
 „Schick das Raumschiff“, flehe ich. 
„Hast du das Kleingedruckte nicht gelesen?“, lacht er. „Wenn die Einheimischen geistig unterentwickelt sind, bleibst du! Evolution funktioniert nur, wenn alle vorankommen. Also – tritt ihnen in den Arsch!“ 

Die Leitung ist tot. 

Und so bleibe ich. Eine Fremde. Im Exil auf dem falschen Planeten? 


Selbstermächtigung


Vor Jahren öffnete ich die Tür zu verborgenen Schätzen – nur einen winzigen Spalt breit.

Dieser Moment veränderte alles: mein Leben, meine Überzeugungen und die Vorstellung, dass ich nur ein Opfer war, das wie ein Ball in den Händen des Schicksals hin und her geworfen wurde.

Was sich einst wie Armut anfühlte, verwandelte sich in Gewissheit. Ich erkannte, dass in mir immense Reichtümer schlummerten, verborgen, darauf wartend, entdeckt zu werden.

Alles, was ich hatte, waren ein paar unvollkommene Werkzeuge, aber den hartnäckigen Willen, tiefer zu graben.

Eine unbekannte Kraft drängte mich, den Glauben loszulassen, dass ich hilflos war, verloren in der Energie anderer, treibend in einer unvorhersehbaren Welt. Ich sehnte mich danach, meine wahre Rolle zu erkennen, herauszufinden, wer ich wirklich war. Das Verlangen war stark, und obwohl ich wusste, dass die Reise schwierig werden würde, wusste ich auch, dass sie nicht unmöglich war.

Jahrelanger Kampf gegen mächtige Kräfte verstärkte meine Sehnsucht nur noch mehr. Endlich erreichte ich einen Zufluchtsort, an dem ich die Führung fand, die ich für den nächsten Teil meiner Reise brauchte: das Human Design System.

Jetzt konnte ich endlich den Tresorraum betreten. Aber um an die Juwelen darin zu gelangen, musste ich mich zuerst dem Stier stellen – dieser tiefen, widerständigen Konditionierung, die mich über Jahre an der Kandare gehalten hatte.





In meinem Human Design-Diagramm ist mein Kehlzentrum vollständig offen. Von elf möglichen Verbindungen zu anderen Zentren habe ich keine einzige. 
Ich habe erst sehr spät im Leben angefangen zu sprechen, und als Kind kam meine Stimme nur bei Streitigkeiten mit meiner Schwester zum Vorschein. Später, als ich versuchte, meine Gedanken mitzuteilen, hatte ich oft das Gefühl, dass mir niemand zuhörte. Diese Erfahrung hinterließ bei mir Bitterkeit und verstärkte mein eh schon schwaches Selbstwertgefühl.

Mit der Zeit lernte ich den Wert des Wartens kennen – darauf zu warten, gefragt zu werden, auf den richtigen Moment zu warten. Und damit kam auch Gelassenheit. Jetzt weiß ich: Wenn niemand meine Worte hören will, dann bin ich im falschen Umfeld  oder die Zuhörer sind noch nicht bereit.

Lasst uns also hier innehalten und zuhören – denn das ist es, was ein offenes Kehlzentrum zu sagen hat.

Die Rede der offenen Kehle


Ich bin dein Kehlzentrum – vollkommen offen. Ich glaube, du weißt gar nicht, was das wirklich bedeutet.

Ich bin nicht an ein oder zwei feste Ausdrücke gebunden, sondern offen für jede Art von Manifestation. Tausende von Stimmen, Klängen und Gefühlen strömen durch mich hindurch, und ich vibriere mit ihren Frequenzen. 

Ich bin ein Körper aus Klang. Stell dir die Membran einer Spieluhr vor – das bin ich.

Ich selbst habe keinen Motor, keinen eigenen Klang. Ich hänge frei in deinem Körper und spüre die Essenz der Bewegung, die Wellen, die Absichten, die Authentizität des Ausdrucks von anderen.

Was aus mir hervorgeht, ist immer ein Spiegelbild meiner Umgebung. Wenn ich etwas ausdrücke, muss mir zuerst jemand eine Klangwelle bieten – damit ich sie reiten kann, wie ein Surfer auf dem Meer. Das ist meine größte Freude. 

Aber wenn ich Druck, Anspannung oder sogar Schmerz spüre, werde ich auf die falsche Welle gehieft – oder manchmal bin ich völlig ohne Welle. Dann werde ich heiser und leide. 

Ich bin offen. Und wenn ich nicht aufgefordert werde zu sprechen, ruhe ich zufrieden in meiner Hängematte. Für mich ist das kein Problem – aber für dich scheint es manchmal eines zu sein. 

Ich weiß, wann alles im Einklang ist: Worte und Taten fließen mit Leichtigkeit, Klarheit und Wahrheit durch mich hindurch. Meine Worte werden wie Vögel, die mühelos auf einem Luftstrom gleiten. 

Ja, ich weiß – ich werde immer poetisch, wenn ich mich in der optimalsten Verfassung an mich selbst erinnere. 
Aber eigentlich möchte ich nur sagen: Lasst uns mehr Spaß haben. Lasst mich ausruhen, wenn ich es brauche. Und wenn ich aus meiner Hängematte gehoben werde, dann nur, weil es Menschen gibt, die wirklich zuhören wollen. Und wenn sie das tun – schaut auf ihre Ohren! Ich habe noch nie so große, so aufmerksame Ohren gesehen. 


Das Emotionalzentrum

Ich bin emotional definiert und werde ständig von meinen Stimmungsschwankungen hin- und hergeworfen. Die Hälfte der Menschheit hat diese Definition. Die andere Hälfte wird konditioniert und ihrer Unbewußtheit lebt sie unkontrolliert diese Energie aus.
Das ist die verstörte Welt, in der wir leben.

Als Kind muss ich für andere sehr schwierig gewesen sein (mit Kanal 39–55). Ich fühlte mich in mir selbst gefangen, unfähig, einer schlechten Stimmung zu entkommen, ohne zu wissen, was um mich herum geschah. Mir dessen bewusst zu werden, war wie das Zähmen des Wildpferdes in mir.


 

Ritt auf einem ungezähmten Pferd 

Ich weiß nie, wann es losstürmen und wohin es laufen wird. Ich spüre nur das Fieber in mir und die Raserei draußen. 
Manchmal rast es in Ekstase – plötzlich bin ich high, lebendig, getragen von der Schönheit der Welt, dem Wind in meinen Haaren. Das ist Leben! Das ist Liebe! Das ist alles, wonach ich mich sehne. 

Aber dann kommt ohne Vorwarnung der Sturz. Das Pferd bäumt sich auf, der Ritt ist vorbei. 
Traurigkeit, Enttäuschung und Mißmut durchfluten mich.  Ich finde mich an inneren Orten wieder, die ich niemals gewählt hätte,  bin verwirrt und stelle alles in Frage.

Jetzt lerne ich, mein Pferd erst wahrzunehmen, das Zittern in seinen Flanken zu spüren, das Flackern in seinen Augen, das Fieber in seinem Blut, das Anschwellen seines Atems. 
Ich drücke meine Beine gegen seinen Körper und werde wieder in Euphorie versetzt – doch gleichzeitig beobachte ich jede Phase des Ritts. Es kann mich nicht mehr abwerfen. Ich halte fest. 
Das Pferd dreht sich einmal, zweimal, immer wieder, aber ich warte. Ich habe Zeit. Langsam lässt das Fieber nach. Die Geschwindigkeit nimmt ab. Meine Sicht klärt sich. Die Welt kehrt zurück – hell, ruhig und offen. 
Manchmal kann ich mit meinem wilden Pferd durch wunderschöne Landschaften und lange dunkle Nächte reiten. Ich bin ganz ohne Erwartungen. Das Pferd ist ein Teil von mir und immer öfter sind wir im Einklang. 



Weitere Geschichten folgen.....